Bärnsteinhof

Kräuter aus dem Böhmerwald

Arnika
Diese gelb blühende Gebirgspflanze erfreut sich nicht nur im Böhmerwald großer Beliebtheit. Als Tinktur oder Salbe  wird sie ausschließlich äußerlich angewendet und gegen Venenleiden, Blutergüsse und rheumatische Beschwerden eingesetzt.

 

Malve
Typisch für die Malvengewächse ist der reiche Gehalt an Schleimstoffen. Daher kann die Malve sehr gut als Kräutertee verwendet werden bei Katarrhen der Luftwege, bei Husten, Schleimhautentzündungen im Magen- und Darmbereich, bei Durchfall und bei Krämpfen. Der Schleim der Pflanze wirkt wie ein Puffer gegen zu viel Magensäure und bildet eine Schutzschicht um die Schleimhäute.

 

Ringelblume
Traditionell gilt die Ringelblume bei uns als „Allheilmittel“ bei kleinen Verletzungen und Brandwunden. Als Creme oder Tinktur ist sie in den meisten Hausapotheken anzutreffen. Auch in der Kräuter-Küche Südtirols findet die Ringelblume Verwendung. Ihre orange-gelben Blüten verfeinern Suppen und Salate.  

Salbei
Der Name Salvia  geht auf den lateinischen Begriff salvare=heilen zurück. Seit jeher wird Salbei gegen Halsschmerzen eingesetzt, als Tee getrunken und gegurgelt. Neben seinen ätherischen Ölen gelten auch die im Salbei enthaltenen Gerbstoffe (Tannine) als antibakteriell.

Thymian
Schon Hildegard von Bingen betont die Wirksamkeit von Thymian. Echter Thymian enthält ätherisches Thymianöl und wirkt nachweislich antibakteriell und krampflösend. Als Tee wird er vorwiegend bei Bronchitis und Husten eingesetzt.

Zitronenmelisse
Salate, Süßspeisen und Kräuter-Liköre werden durch die in der Melisse enthaltene Kombination ätherischer Öle und Bitterstoffe bereichert. Sie gilt allgemein als beruhigend. Als Kräuter-Tee wird sie gegen Einschlafstörungen eingesetzt und soll Magen-Darm-Beschwerden lindern.

 

 


Rezepte der typischen Böhmerwald-Küche

Leinölerdäpfel


„ein traditionelles einfaches, aber wohlschmeckendes Gericht aus dem Mühlviertel .Früher waren die Leinölerdäpfeln mit Salat eine Hauptmahlzeit. Das Gericht eignet sich aber auch durchaus als Beilage .


Das Öl ist Dottergelb und wirkt fast ein wenig „dickflüssig“. Es riecht feinröstig, nussig nach Leinsamen. Der Geschmack ist vollmundig, mild mit leicht nussig, würzigen und im Abgang mit zart bitteren Aromen.

 

Leinöl enthält größtenteils, 90% und mehr, ungesättigte Fettsäuren und hat einen besonders hohen Anteil an der Omega-3-Fettsäure alpha-Linolensäure.
 

Zutaten

10 Stk.             große halbmehlige Erdäpfeln (am Besten die Sorte Agria)

ca. 1/8 l           Leinöl

1 El.                 Leinsamenschrot

ca. 1/4 l           Milch

ca. 1/4l            Schlagobers

Salz, Muskat, Schnittlauch

 

Zubereitung

Kartoffeln kochen. Schälen, blättrig schneiden. In einen Topf geben und knapp mit Milch auffüllen. Mit Salz und Muskat würzen und zum Kochen bringen dann das Obers und auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis das Obers mit den Kartoffeln sämig eingekocht sind. Mit Leinöl und Leinsamenschrot und Schnittlauch anrichten.

 

 


Böhmische Liwanzen

Zubereitung

1.) Mehl in eine Schüssel geben, und die Hefe einbröckeln. Mit etwas Milch beträufeln und 1 Tl Zucker darin verrühren. Mit einem Tuch zudecken und an einem warmen Ort gehen lassen.

2.)Die übrige Milch mit Ei, Butter und einer Prise Salz verquirlen und mit dem Vorteig vermischen.
Liwanzenpfanne mit Butter befetten .Wenn keine original Liwanzenpfanne vorhanden ist eine normale Pfanne verwenden etwas Butter zerlassen und vom aufgegangenen Teig kleine flache Küchlein mit einem Löffel ausstechen und in die Pfanne setzen .und bei geringer Hitze auf beiden Seiten goldbraun braten.

Powidlmarmelade auf die Küchlein geben das zweite Küchlein draufsetzen und mit Zimt bestreuen.

Zutaten

250g           doppelgriffiges Mehl

10g             Hefe

150ml         Milch

1Tl             Zucker

1                Ei

20g             flüssige Butter

1 El             Öl 

½ Tl            Zimt

20dag          Powidlmarmelade
60g              geschlagene Schlagobers

1Tl              Zucker.